ARS ANTIQUA AUSTRIA - MUSICA CAESAREA

Veranstaltungsort:
Hl. Geist Kirche Passau, Hl.-Geistgasse 8, 94032 Passau
Einlass: 19:00 Uhr
Konzert: 19:30 Uhr

Ars Antiqua Austria - Musica Caesarea
Wien trifft Passau

Antonio Caldara war wohl der wichtigste Komponist am Kaiserhof zur Zeit Karl VI. Einige seiner Ouverturen zu Oratorien erschienen in Streicherfassung als Sinfonien - expressiv, meisterhaft in der Komposition, stimmungsvoll und virtuos. Sie waren in Wien äußerst beliebt und wurden noch lang nach Caldaras Tod aufgeführt.

Am Passauer Hof des Fürstbischofs Graf Lamberg (in Steyr geboren)) wirkte Benedikt Anton Aufschnaiter. Seine "Dulcis fidium harmonia" gehören zu den erstaunlichsten und klangschönsten Werken der Barockzeit. Die kunstvollen und farbenreichen Streichersonaten sind jeweils einem Heiligen gewidmet.

 

BENEDIKT ANTON AUFSCHNAITER (1665 - 1742)

DULCIS FIDUM HARMONIA, opus 4, M. DCC. III

symphoniis ecclesiasticis concinnata


Der Wohlklang süßer Geigen 

Benedikt Anton Aufschnaiters op.4 gehört zu den Schlüsselwerken des angehenden 18. Jhdts.

Der Komponist, geboren 1665 in Kitzbühel, erhielt seine musikalische Ausbildung in Wien, dem Schmelzpunkt verschiedenster Europäischer Kulturen. Die kaiserliche Residenzstadt hatte sich zu einem musikalischen Zentrum der damaligen Welt entwickelt.

Ausgesuchte Musiker verschiedenster Nationalitäten trafen sich am Habsburgerhof und es entstand ein multikulturelles musikalisches Klima, das noch heute in der auffällig breitgefächerten musikalischen und kreativen Veranlagung der österreichischen Bevölkerung spürbar ist.

Der englische Musiker und Musikgelehrte Ch. Burney beschreibt das kulturelle Leben in der österreichischen Hauptstadt zusammengefasst und freiübersetzt so: Es gab keine Kirche, kein Palais, kein größeres Wirtshaus, aus dem nicht wunderbare Musik erklungen wäre.

 

„ Der Wohlklang süßer Geigen“ ist kein Klischee, er ist ein Synonym für die innige und lebensnahe Beziehung der Österreicher zur Musik.

Die Sammlung enthält 8 Kompositionen sowohl für den liturgischen als auch für den weltlichen Gebrauch. Jede Sonate ist einem Heiligen gewidmet, ein Hinweis auf den stark religiösen Bezug dieser Werke.

Mit unglaublicher Meisterschaft notiert Aufschnaiter Kleinodien, zukunftsweisend und dennoch traditionsbewusst.

Musikalische Bilder unterschiedlichster Klangfarben und Affektebenen  erregen die Aufmerksamkeit auch des modernen Zuhörers und versetzten ihn in die zeitlose Welt  eines entmaterialisierten Musikgenusses.

Nur wenige Werke Aufschnaiters sind erhalten. Mit den überlieferten Noten wurde uns die Möglichkeit einer Neuinterpretation  seiner Musik in einem kreativen Entstehungsakt abseits von breitgetretenen Traditionen oder von musealem Bewusstsein gegeben.

Der Musiker des 21. Jhdts. begreift diese Musik zwar mit den gleichen Sinnen wie der Musiker vor 300 Jahren, er setzt sie aber in Beziehung zur modernen Umwelt und es entstehen brandneue, fesselnde und aktuelle musikalische Aussagen.

Der Mensch braucht aktuelle und zeitnahe Kunst. Aufschnaiters Musik erscheint, in diesem Geist musiziert, aktuell und zeitnah. Sie ist Ausdruck eines multikulturellen Grundgefühls und daher wichtig für das Verständnis unsere derzeitigen und zukünftigen Umwelt.

 

 

PROGRAMM

 

B.A.Aufschnaiter                   Dulcis Fidium Harmonia op.4

                                                Sonata S.Gregorii

                                                Allegro, Adagio, Presto, Adagio, Presto, Adagio, Presto, Adagio, Adagio

                                  

A.Caldara                               Sinfonie a 4

                                               Morte e sepultura di Christo 

                                               Grave, Allegretto, Allegro assai

 

A.Caldara                              Il matirio di S.Tereziano

                                               A tempo giusto e staccato, Allegro,Adagio, Allegro

 

B.A.Aufschnaiter                  Sonata S.Hieronymi

                                               Pars I: Adagio, Allegro, Presto, Adagio, Presto, Adagio, Presto, Adagio

                                               Pars II: Adagio, Presto, Adagio, Allegro, Adagio

 

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A.Caldara                               Il Battista

                                               Allegro assai, Largo, Allegro

 

B.A.Aufschnaiter                   Sonata S.Marci

                                               Adagio, Allegro, Adagio, Allegro, Adagio, Allegro, Adagio, 

                                               Allegro, Adagio, Presto, Adagio, Presto, Adagio, Presto, Presto

 

A.Caldara                               La passione di Gesù Signor nostro

                                               Grave, Allegretto, Adagio, Allegro

 

B.A.Aufschnaiter                   Sonata S.Joannis

                                               Pars I: Presto, Adagio, Presto, Adagio, Allegro, Adagio, Allegro

                                               Pars II: Adagio, Presto, Adagio, Allegro

 

Termine:

  • Fr, 06.03.26 19:30 Uhr

    Leider steht das Konzert nicht / nicht mehr zur Online-Reservierung zur Verfügung.
    Restkarten können telefonisch angefragt werden unter:
    +48 851 21 24 64 10

Eintritt:

Einzelkarte 29,- / Mitglieder 22,- / Jugendkarte 9,-
 - Cafe Museum Passau

Line-Up:

ARS ANTIQUA AUSTRIA, Leitung: Gunar Letzbor
Ensemble für neue Barockmusik

Gunar Letzbor - Violine
Nina Pohn - Violine
Markus Miesenberger - Viola
Jan Krigovsky - Violone 8`
Hubert Hoffmann - Theorbe
Erich Traxler - Orgel

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